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Eine einfache Erklärung des Begriffs "Podcast"
Unter einem Podcast versteht man einfach gesagt eine Radiosendung im Internet, die man sich herunterladen kann, um sie dann unterwegs anzuhören.
Meistens sind es einfache MP3-Dateien, die man sich herunterlädt. Ein Podcast kann natürlich auch in jedem anderen Datei-Format daherkommen. So gibt es mittlerweile auch Video-Podcasts für die Leute, denen zuhören zu langweilig ist ;-)

Wer produziert Podcasts?
Aber wer produziert diese Podcasts? Öffentlich-rechtliche oder private Radio- und Fernsehsender? Nein, Podcasts werden von allen möglichen Leuten produziert: Von Musikern, Technikern, Schülern, Hausfrauen, Babysittern, Body-Buildern, Politikern, Kabarettisten, Truckfahrern, ehemaligen MTV-Moderatorten, von Leuten die etwas zu sagen haben und solchen, die nichts zu sagen haben. Also kurz gesagt: von Leuten wie Dir und mir.

Was brauch' ich, um eine Podcast aufzunehmen?
Früher war es nicht so einfach seine eigene Radiosendung zu verwirklichen. Heute kann das im Prinzip jeder. Als Übertragungsmedium dient hier nicht der Äther wie beim Radio, sondern das Internet. Ein Podcaster, also jemand der einen Podcast aufnimmt und ins Netz stellt, braucht nur einen PC, einen Internet-Zugang und ein Mikrophon (für das er nicht gleich seinen Cadillac eintauschen muss ;-) ) Damit kann er dann eine Audiodatei aufnehmen in der er erzählt, was ihn gerade so beschäftigt. Er kann zwischendurch auch ein paar Lieder spielen (die aber dafür freigegeben sein müssen! Siehe dazu weiter unten…) und wenn die Sendung fertig ist speichert er sie ab und lädt sie auf seine Webseite. Auf dieser Webseite liegt ebenfalls eine XML-Datei, die sehr kryptisch aussieht und mit der die meisten Leute nichts anfangen können. Müssen sie auch nicht. Der Podcaster trägt die neue Show, die er gerade aufgenommen hat in diese Datei ein, in der auch alle anderen Sendungen drinstehen, die der Podcaster bisher aufgenommen hat.

Wie komm' ich jetzt zu dem Podcast?
Aber wie kommt dieser Podcast jetzt zu Euch? Ihr könnt natürlich immer wieder auf die Webseite des Podcasters gehen und nachschauen, ob ein neuer Podcast online ist und dann die Datei herunterladen. Das ist aber nicht das was einen Podcast ausmacht! Ein Podcast definiert sich dadurch, dass man ihn mit speziellen Programmen (sog. Podcatchern, wie z.B. "Juice" oder "iTunes" ab Version 4.9) abonnieren kann, welche dann automatisch die zur Verfügung stehenden Episoden herunterladen und, wenn Ihr das wollt, gleich auf Euren MP3-Player kopieren. Man sagt diesen Programmen einfach nur wo diese merkwürdige XML-Datei liegt, in der ja alle Podcasts aufgelistet sind. Wenn man das Programm nun startet, schaut dieses in der XML-Datei auf der Webseite nach, ob eine neue Sendung eingetragen ist und lädt sie herunter.
Wie das genau funktioniert, könnt Ihr hier nachlesen.

Aber woher kommt "Podcasting" überhaupt?
Aber woher kommt Podcasting überhaupt? Podcasting setzt sich aus den Wörtern "pod" (vom Apple MP3-Player "iPod") und "broadcasting" (engl. für Rundfunk) zusammen. Was aber nicht bedeutet, dass man einen iPod braucht, um einen Podcast anhören zu können. Ihr könnt Podcasts auf jedem PC und MP3-Player abspielen, oder z.B. auch auf CD brennen. Lang bevor es jedoch den Namen "Podcast" gab hatte der ehemalige MTV-VJ Adam Curry ein kleines Problem. Er hörte sich gerne diverse Radio-Sendung im Internet an. Was ihn aber ziemlich störte war die Tatsache, dass er dafür immer vor seinem PC sitzen musste. Er konnte sie nicht unterwegs auf seinem iPod anhören. Er machte sich also daran ein Programm zu schreiben, dass es möglich machen sollte, Audiodateien, die in einer XML-Datei aufgelistet sind, automatisch herunterzuladen und auf seinen iPod zu kopieren. Es gab nur ein Problem: Solche Audiodateien gab es noch nicht. Das Programm das er geschrieben hatte stellte er zur freien Verfügung ins Internet, damit es andere weiter programmieren konnten. Und damit diese Programmierer auch etwas zum Testen hatten, hat Adam Curry einfach begonnen, jeden Tag so eine Sendung aufzunehmen, in der er einfach über dies und das erzählt hat.
Das ganze war im Sommer 2004.
Heute über zwei Jahre später, gibt es tausende von Podcasts und Millionen von Zuhörern. Und die Show von Adam Curry gibt's auch immer noch.

Wie ist das jetzt mit Musik in Podcasts?
Natürlich macht's mehr Spaß für den Produzenten und für die Zuhörer, wenn in den Podcasts auch Musik gespielt wird, wobei man hier aber sehr vorsichtig sein muss. Man sollte in einem Podcast nur Lieder spielen, da man auch spielen darf! Die meisten Lieder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen, wie wir ja alle wissen, nicht zum gratis Herunterladen angeboten werden. Was natürlich auch bedeutet, dass man sie leider in keinem Podcast spielen darf, denn auch der wird ja heruntergeladen… Aber Gott-sei-dank gibt es Portale im Internet, wie z.B. MySpace.com oder das Podsafe-Music-Network, wo großartige, freie Musiker ihre Lieder und Alben anbieten können. Entweder zum Herunterladen, oder zum online anhören. Und da gibt es verdammt gute Nummern! Vor allem das Stöbern im Podsafe-Music-Network mit mittlerweile über 66.000 Liedern lohnt sich!